Im Juni 2011 ging es für eine Woche nach Teneriffa. Was man unter anderem auf der größten der kanarischen Inseln erleben kann, schildert der folgende Reisebericht.  Eine zeitnahe Veröffentlichung war möglich, da der Großteil des Erlebten bereits im Verlauf des Urlaubes digital verfasst wurde. 

Reisebeginn und die ersten Tage

Flugzeugausblick

Über den Wolken nach Teneriffa

An einem sonnigen Samstagmittag gegen 12 Uhr ging es auf einen ca. 4:30 stündigen Flug Richtung Teneriffa (die Grösste unter den kanarischen Inseln). Der Service ist bei so kurzen Flügen leider schon seit Jahren sehr eingeschränkt, da bis auf alkoholfreie Getränke und ein Sandwich alles extra kostet. Nach Ankunft im Flughafen Süd fuhren wir mit dem Taxi nach Los Cristianos. Die Möglichkeit einen Linienbus zu nutzen hätte auch bestanden, da eine Unterbringung des Gepäcks ohne Probleme möglich gewesen wäre. (Kosten pro Person: 1,85 € / 1,45 € (mit Bono Bus Ticket*). Das Bonus Bus Ticket kann in diversen Kiosken und Läden gekauft werden (für 12 € oder 30 €), eine Ersparnis auf Busfahrten bis zu 50 % ist möglich.  Sollte das Guthaben auf dem Ticket nicht mehr ausreichen, kann der Restbetrag bar beim Busfahrer bezahlt werden.

Strandpromenade

Strandpromenade Los Cristianos

Nach dem Einchecken ins Hotel (gebucht wurde mit Selbstversorgung) schauten wir uns erstmal die nähere Umgebung an. Der Ort war früher nur ein Fischerdorf, ist aber in der Zwischenzeit dermaßen gewachsen, das es an jeder Ecke Restaurants für jeden Geschmack, viele Geschäfte im Hafen und an der Strandpromenade gibt. Man wird hier auch penetrant vor fast jedem Restaurant von Leuten angesprochen, ob man Lust hätte hier etwas zu essen. Ich empfand das schon irgendwie als nervig. In einem „Fish Spa“ Laden (befindet sich im Hafen) bekamen die Füsse eine Fußpflege von einem Schwarm Fische, es kitzelte am Anfang ein wenig, war dann aber sehr angenehm.  Es waren sehr viele Wolken am Himmel, trotzdem war es angenehm warm, Minustemperaturen wie aus Deutschland, gibt es hier natürlich nicht. Die Strände sind sehr schön angelegt. Im benachbarten Ort Las Americas welcher sich nahtlos anschließt, stehen sehr viele Hotels nur wenige Meter vom Meer entfehrnt.

Fischteller

Fischteller der geschmacklich nicht überzeugte.

Am nächsten Tag wurde Los Cristianos weiter erkundet und wir holten uns diverse Infos zwecks Inselausflügen ein. Der Abend startete mit einem Restaurantbesuch, es gab diverse Fleisch und Fischgerichte auf der Speisekarte. Eine Essenswahl wurde schnell getroffen, diesmal sollte es eine Fischplatte für 2 Personen sein, die erstaunlicherweise sehr schnell serviert wurde. Geschmacklich konnte uns das Essen nicht überzeugen, vermutlich wurde das Essen vorher nur kurz aufgewärmt. Der bestellte Wein schmeckte dafür aber ganz gut. Etwas später machten wir einen Abstecher in ein Irish Pub, in dem gerade Livemusik vom Besitzer gespielt wurde. Die Stimmung war sehr gut und somit blieben wir bis in die frühen Morgenstunden. Meine Englischkenntnisse reichten aus um sich ein wenig zu unterhalten, das meiste verstand ich auch ganz gut

Der bereits 3.Tag begann etwas später, da die gestrige Nacht doch etwas zu lang wurde. Am späten Nachmittag wurde dann die Planung für den folgenden Tag vorgenommen. An der Strandpromenade ließen wir uns von einem Straßenkünstler als Karikatur zeichnen, was ihm sehr gut gelungen war. Am Abend ging es dann in eine Bar die frischgepresste Säfte und Pizza im Angebot hatte, welches von uns genutzt wurde.

Loro Park & Puerto de la Cruz

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Auf dem Weg zum Loro Park

Der Morgen des 4.Tages startete gegen 7 Uhr (etwas früher als sonst), da es heute mit einem Linienbus (Linie: 343, Fahrzeit ca. 85 min, direkt über die Autobahn) nach Puerto de la Cruz ging mit Besichtigung des Loro Parks. Natürlich ist eine Anfahrt auch durch eine geplante Tour möglich (Kosten: ca. 45 €  – incl. 33 € zum Park /pro Person). Wir wollten aber zeitlich flexibler sein und entschieden uns für die Selbstanreise (Kosten: 48 € incl. Eintritt/pro Person).

Nach Ankunft beschlossen wir zu Fuß zum Park zu gehen und konnten uns somit die schöne Landschaft ansehen. Der Sandstrand ist hier eher grau als weiß, das hat auch damit etwas zu tun, das einige Sandstrände künstlich angelegt wurden. Es besteht auch die Möglichkeit einer kostenlosen Mitnahme durch eine Bimmelbahn die ca. alle 20 min fährt.

Vor dem Loro Park

Vor dem Loro Park

Vor dem Eingang war es sehr voll, ich denke auch bedingt durch das schöne Wetter. Bis wir den Park dann betreten konnten dauerte es ca. 10 min. Wer mit einem Twin Ticket  angereist war musste beim betreten seinen Zeigefinger auf ein Lesegerät halten. Ermöglicht zusätzlich den Besuch des Siam Parks (Ersparnis gegenüber Einzelpreis beider Parks insgesamt ca. 10 €/pro Person).

Eine Parktour konnte zusätzlich gebucht werden (Kosten: 10 €/pro Person). Da wir lieber ohne eine Gruppe den Tag verbringen wollten, nahmen wir diesen Service nicht in Anspruch. Bevor die Besichtigung starten konnte, bildete sich bereits die nächste Schlange um ein Foto von den Besuchern incl. 2 Papageien zu machen. Für uns stellte sich die Frage wozu. Die Antwort gab es dann am Ausgang, wo man das Foto käuflich erwerben konnte (6 €).

Als erstes kamen wir an einem Gorillagehäge vorbei, hier standen sehr viele Menschen, man konnte aber trotzdem einigermaßen etwas sehen. Im Park werden diverse Tiershows angeboten (Seelöwen-,Delphin-,Orca- und Loro Show). Bis auf die Loro Show hatten wir uns alle angesehen (Dauer pro Show ca. 20 min). Da der Park seinen Namen aufgrund der vielen Papageienarten trägt, welche hier gezüchtet werden, gab es so einiges zu sehen. Unter anderem gab es auch Pinguine und Erdmännchen.

Blick auf einen Hai

Auch ein Hai macht mal Pause.

Das Aquarium mit vielen unterschiedlichen Fischarten war sehr interessant. Zum Schluss durchquerte man einen Tunnel der verglast war, über einen schwammen z.B. Rochen und Haie. Da wir uns einige Stunden im Park aufhielten namen wir Getränke und Essen mit. Es gibt zwar diverse Restaurants aber diese können gerade zur Hochsaison sehr voll sein. Eine ganz aktuelle Attraktion aus dem Jahr 2011 war der Naturfilm „Nature Vision“. Dieser sollte die Menschen daran erinnern sorgsam mit der Natur umzugehen. Dieser war hochauflösund aber nicht 3D.

 

Nach gefühlten 5 Stunden verließen wir den Park und liefen ins Stadtzentrum zurück, um uns dieses anzusehen, der Hafen war in direkter Nähe. Ein eher gemütlicher Stadtkern und nicht so riesig wie in Los Cristianos. Gegen 19 Uhr fuhren wir dann wieder zurück nach Hause. Die Abfahrt verzögerte sich um ca. 10 min, da das Lesegerät für das Bono Bus Ticket defekt war und ausgetauscht werden musste. Gerade bei längeren Strecken rentiert sich die Benutzung dieses Tickets.  (Preis pro Person ohne Bonus : 12,25 € /mit Bonus : 7,65 € ).

 

Postkarten, Los Gigantos und ein Schweizer

Der Vormittag des 5.Tages wurde zu einem kurzem Aufenthalt am Strand incl. Baden genutzt. Diverse Postkarten wurden mit Urlaubsgrüssen versehen, diese wurden bereits 1-2 Tage vorher gekauft und landeten anschliessend im Briefkasten, damit diese nach Deutschland geschickt werden können. Da sich der Inhalt des Kühlschranks so langsam dem Ende neigte wurden noch ein paar Bedarfsartikel für das Frühstück im etwas entfernten Supermercardo gekauft (preislich ist dieser günstiger als ein 24Std Supermarkt). Die Bar die wir bereits einige Tage vorher besucht hatten nutzen wir am Abend ein zweites Mal, um aus dem reichhaltigen Angebot etwas auszuwählen.

Blick auf Los Gigantos

Blick auf Los Gigantos

Der Urlaub neigte sich nun langsam dem Ende zu. Der 6.Tag startete mit einem Ausflug nach Los Gigantos. In diesem Ort welcher seinem Namen von den riesigen Bergen hat,welche aus dem Meer ragen, sah es ganz anders aus als in unserem Ferienort. Die Strassen waren sehr eng gebaut. Nach Besichtigung der Berge vom Strand aus machten wir einen Stop in einem Restaurant mit kleinem Speise und Getränkeangebot. Wie sich später herausstellte war der Besitzer Schweizer der ausgewandert war und man kam ein wenig ins Gespräch. Später gingen wir dann zur Busstation zurück und beschlossen spontan nach Icod de los Vinos zu fahren (Linie: 325). Um diesen Ort , der ziemlich bergig lag zu erreichen, mussten wir selber erstmal mit dem Bus über die Berge. Die Aussicht vom Bus aus war sehr schön. Es war sehr interessant zu sehen, wie auch noch in einigen hundert Metern kleine Siedlungen entstanden sind. In Icod gingen wir dann noch eine Kleinigkeit essen, bevor wir uns wieder auf den Rückweg begaben. Diesmal ging es dann mit der Linie 460 zurück, diese fuhr dann andere Ortschaften auf der anderen Seite des Gebirges an. Somit hatten wir an diesem Tag eine Menge gesehen. In Las Americas verweilten wir dann noch ca. 20 min bis unser Anschlussbus kam.

Essen gehen mal anders, Souvenirs und Cocktailbar

Den letzten Tag vor der Abreise nach Deutschland verbrachten wir in Los Cristianos/Las Americas und kauften dabei noch ein paar Souvenirs ein, welche man durchaus günstig kaufen kann, wenn man nicht direkt an der Strandpromenade seine Einkäufe tätigt. Wir entdeckten ein Restaurant welches etwas abgelegen von den ganzen anderen lag und von uns genutzt wurde, dementsprechend waren auch die Preise durchaus etwas günstiger. Den Abend ließen wir in einer Cocktail-Bar ausklingen, wo diese gerade im Angebot waren und liefen dann an der Strandpromenade zurück zum Hotel.

Abreise nach Deutschland

Am Tag der Abreise checkten wir gegen 12 Uhr aus dem Hotel aus. Das Gepäck konnten wir kostenlos in einem Kellerraum des Hotels unterbringen, da unser Flug erst gegen 21 Uhr war. In einem nahegelegenen Internet-Cafe checkten wir dann noch für den Flug ein und verweilten am Playa de Vista (Los Cristianos), wo wir später dann in einem Restaurant essen gingen. Nach Abholung des Gepäcks vom Hotel machten wir uns auf den Weg zur Busstation.

Für die Fahrt zum Flughafen nutzen wir dieses Mal den Linienbus 111 der diesen direkt anfuhr. Bevor wir einstiegen quatsche mich noch jemand an, ob ich ihm Geld für die Busfahrt geben könnte. Da wir noch genug Guthaben auf unserem Bonusticket hatten ließen wir ihn mitfahren. Er war schon recht seltsam, ob das alles stimmte was er erzählte, kann ich mir persönlich nicht vorstellen. Da ich sowieso vorhatte die verbliebenen 3 € auf der Karte zu verschenken, gaben wir ihm dann die Karte.

Nach Abgabe des Reisegepäcks ziemlich weit hinten am Abflugschalter ging es Richtung Sicherheitskontrolle. Am Abfluggate verzögerte sich das Ganze ein wenig, da es wohl noch Probleme gab beim beladen der Maschine. Warme Speisen konnten auf dem Rückflug nicht verkauft werden, da diese bereits auf dem Hinflug alle verkauft wurden, darüber waren einige bestimmt nicht sehr erfreut. Erstaunlicherweise wurden dieses Mal keine Kopfhörer zum Kauf angeboten, somit liefen die 2-3 Folgen von Friends und King of Queens wie auch der anschliessende Spielfilm, ohne Ton (außer man hatte von einem anderen Flug Kopfhörer).

Auch auf dem Rückflug hatte ich einen Fensterplatz, wenn man so von einigen tausend Metern auf die hellerleuchteten Städte hinunterschaut, sieht das sehr schön aus.

Gegen 02:30 Uhr (deutscher Zeit) landeten wir , die Leute klatschen mal wieder bei der Landung, wie bereits auch schon auf dem Hinflug nach Teneriffa :). Um diese Uhrzeit fahren leider keine U-Bahn bzw. Bus (dieser kommt erst gegen 03:30 Uhr am Flughafen vorbei), somit wurde ein Taxi für die Heimfahrt genutzt.

Der Aufenthalt hat uns sehr gut gefallen.

 

Erstfassung : Juni 2011 , überarbeitet im Juli 2013.