Bereits bei der Reise machte ich mir einige Notizen über unsere Erlebnisse, um diese später in einem Blog online zu stellen. Bis es dann aber soweit war vergingen noch ca. 2 Jahre. Meine Notizen waren noch ganz gut lesbar und durch einige Erinnerungen aus dieser Zeit, wirkte sich das natürlich positiv auf die Fertigstellung aus. Eine erste Version wurde Ende 2006 (auf meinen ersten Blog) online gestellt. In der Zwischenzeit wurden einige wenige Änderungen im Jahr 2009 und Juni 2011 vorgenommen. Die aktuellste Version kann man nur hier nachlesen.

Fotos können zu diesem Reisebericht nicht veröffentlicht werden, da zu diesem Zeitpunkt keine verfügbar waren 🙂

08.08.- 11.08

Unsere Frankreichtour startete am 08.08.2004 gegen 11 Uhr. Bevor wir auf die Autobahn Richtung Heilbronn fuhren, ging es noch kurz zu einer Tankstelle, um noch ein paar Getränke zu kaufen. Eine erste Pause wurde nach ca. 250 km eingelegt, um sich die Beine zu vertreten,etwas zu essen und das Auto zu betanken. Weiter ging es dann Richtung Karlsruhe wo wir kurze Zeit später stockenden Verkehr hatten. Um in keinen Stau zu landen nahmen wir die nächste Ausfahrt Richtung Landau.

Unser Tagesziel Strasbourg für den ersten Reisetag erreichten wir gegen 17.30 Uhr. Mit Hilfe des ADAC Campingführers ging die Suche los, nach einer geeigneten Übernachtungsmöglichkeit. Der Zeltplatz befand sich etwas außerhalb vom Stadtzentrum und lag an einem Fluß (es war wohl eher ein Flüßchen). Am nächsten Morgen nach dem Zeltabbau ging es ins Zentrum von Strasbourg um eine kulturelle Komponente in diesen Urlaub einfließen zu lassen. Zu sehen gab es viel, beschränkt wurde sich dabei auf die Kathedrahle, das europäische Parlament und den Europarat.

Wie man es bereits aus Deutschland kennt, hat auch Frankreich sehr grosse Supermärkte (Super-Marche). Hier kam es uns aber so vor als wären diese noch größer. Der Kofferraum wurde mit H²O und diversen Reiseproviant bestückt und die Fahrt ging weiter. Direkt an der Autobahn Richtung Besecez befand sich ein kleiner See, welcher dann auch angefahren wurde (eine Pause von ca. 2 Stunden). Es gab zwar auch Fische aber zum Verzehr waren diese nicht so richtig geeignet (kleine Welse). Der zweite Reisetag näherte sich so langsam dem Ende und es begann wieder die Suche nach einer Übernachtung. Gegen 19 Uhr fuhren wir dann unseren zweiten Zeltplatz an.  Die Lage war super, es bestand die Möglichkeit zu baden und zu angeln. Eine hauseigene Disco gab es auf dem Gelände auch.

Trotz eines kurzen Schauers über Nacht konnte das Zelt ohne Probleme am nächsten Morgen abgebaut werden, da es durch die Sonne getrocknet wurde. Nach einem Zwischenstop in Lyon (Frankreichs zweitgrößter Stadt) fuhren wir nach Marseille. Nach der Ankunft fuhren wir kurz in die Hafengegend (Ankunft war gegen 20 Uhr). Ausgelaugt von der langen Fahrt trudelten wir gegen 21 Uhr in Martigues ein. Es handelte sich dabei um eine kleine Hafenstadt, die mit mehreren Brücken verbunden war. Eine Übernachtung in einem Hotel für ca. 87 Euro war uns etwas zu teuer und so verweilten wir erstmal an der Hafenpromenade. Unter freiem Himmel zu schlafen, darauf stellten wir uns so langsam ein. Ohne Plan wo wir überhaupt hin wollten, fuhren wir durch die Umgebung auf der Suche nach einer Übernachtungsmöglichkeit. Gegen 2 Uhr mitten in der Nacht waren wir dann wieder in Martigues und klingelten bei einem 24Std Hotel. Vor der Ankunft versuchten wir noch unser Glück in einem Waldhotel, überrascht wurden wir dabei aber nur von bellenden Hunden. Man begrüßte uns und ein Zimmer war ein Glück noch frei (Preis der Übernachtung: 53 Euro).

11.08-16.08

Nach dieser etwas kurzen Nacht verließen wir gegen 11:30 Uhr Martigues und steuerten zielgerecht das nächste Einkaufszentrum an um den Reiseproviant aufzustocken. Das Frühstück wurde kurze Zeit später in einer kleinen Bucht direkt am Meer eingenommen. Nun konnten wir gestärkt vom ausgiebigen Essen in den Tag starten. Bevor die Fahrt Richtung Süden weiterging, machten wir einige Meter weiter noch einen kurzen Stop zum baden. Das nächste Etappenziel stand kurze Zeit später dann auch fest, diesmal verschlug es uns nach Vias Plage. Die Suche nach einer Übernachtung gestaltete sich nicht gerade einfach, es gibt hier nämlich ziemlich viele Auswahlmöglichkeiten was die Campingplätze betrifft. Im Endeffekt wurden wir dann fündig und verbrachten die Nacht auf einem 4-Sterne Campingplatz (logisch das 4-Sterne auch ihren Preis haben). Am Abend erkundeten wir noch die nähere Umgebung und besuchten den nahegelegenen Euro-Park (ein kleiner Vergnügungspark).

Unser Ziel das Mittelmeer kam immer mehr in greifbare Nähe und am 12.08 und einigen zurückgelegten Hundertkilometern war es endlich soweit. Die Übernachtungssuche gestaltete sich auch hier in Argeles sur Mer nicht gerade einfach, da es sich bei diesem Ort um eine Touristenhochburg handelte. Ca. 500m vom Strand entfernt war etwas frei und für die nächsten 2 Nächte hatten wir somit einen Schlafplatz. Die Nacht war noch jung und somit verließen wir den Zeltplatz um uns den Ort mal  anzuschauen. Durch die am späten Abend hohen Temperaturen konnte man in kurzen Hosen und T-Shirt rumlaufen. Die nächste Cocktailbar war nicht weit und somit gab es erstmal einen Cocktail (ca. 6 €). An die genaue Zeit zu der wir zum Zeltplatz zurückkehrten kann ich mich nicht mehr erinnern, aber wohl daran das uns einige Jugendliche (der Großteil weiblich) entgegenkamen. Sie waren sehr davon begeistert, das wir aus Deutschland kamen. Eine von ihnen konnte sogar einigermaßen gut Deutsch, mit dem Rest unterhielten wir uns auf Englisch.

Sie gingen dann weiter und fragten uns ob wir auch Lust hätten mitzukommen. Wir beschlossen dann doch lieber schlafen zu gehen, obwohl unser Entschluß sich einige Minuten später wieder änderte. An diesem Abend haben wir die Gruppe dann aber nicht mehr getroffen. Da es uns hier ganz gut gefiel, beschlossen wir nach einem Einkauf den Aufenthalt um 2 Tage zu verlängern. Da noch ein anderer Stellplatz für das Zelt frei war, mussten wir dieses nur umziehen lassen. Am späten Abend spielten wir eine Runde Minigolf. Anfangs lag ich noch gut in Führung, hatte dann aber in der Gesamtwertung verloren.

16.08-19.08

Am Vormittag des 16.08 ging es nach 4 Übernachtungen, ursprünglich waren ja nur 2 geplant, Richtung Norden (da wir uns so langsam auf den Rückweg machen mussten). Uns überrasche ein Stau und somit bogen wir von der Hauptstraße ab und landeten in St.Pierre. Auch dieser Ort lag direkt am Meer, bloss konnte man hier nicht wirklich von einem tollen Zeltplatz bzw. Stadtzentrum sprechen. Es kostete uns einige Nerven das Zelt ordentlich zubefestigen, der Boden war ziemlich hart (Kiesboden). Auch in St.Pierre gab es einen Rummelplatz mit diversen Imbissbuden und Fahrgeschäften.

Der nächste Zeltplatz auf unserer Rücktour nach Nürnberg (Nähe Sete), war doch schon um einiges besser und einer Verlängerung um eine Nacht stand nichts im Wege, durch den günstigen Preis und der guten Lage. Die Angel wurde zur Abwechslung mal wieder ausgepackt, es biss aber nicht so richtig was. Bloss ein Fisch der etwas komisch aussah, wir aßen diesen dann aber trotzdem. Eine neue kurze Hose wurde in einem ortsansässigen Supermarkt gekauft, denn zwei Wochen nur mit einer kurzen Hose rumzulaufen, ist doch schon irgendwie gewöhnungsbedürftig. Das Wetter war die Tage wechselhaft, es schien mal die Sonne oder der Himmel war bewölkt.

19.08-22.08

Unser Frankreichurlaub näherte sich nun so langsam dem Ende, unser nächster Stop auf der Heimfahrt war ein kleiner abgelegener Ort, irgendwo in der Wildnis. Dieser lag direkt an einem Fluss (war ziemlich breit gewesen). Der Preis war der günstige auf unserer Frankreichtour die Übernachtung kostete uns 6 €, Duschen musste extra bezahlt werden, Kostenpunkt ungefähr 1-2 € pro Duschgang (so genau kann ich mich an den Preis nicht mehr erinnern). Die Möglichkeit unseren Reiseproviant aufzufüllen hatten wir dann zwar auch im 8 km entfernten Ort, leider hatte nichts mehr offen. Die Nacht war sehr verregnet und wir standen mal wieder vor dem Problem, das Zelt trocken ins Auto zu packen, die Sonne tat ihr übriges und so konnten wir nach einem kleinem Frühstück (Yum Yum Nudeln) die Fahrt fortsetzen.

Das nächste Etappenziel war dann Belfort (eine Empfehlung vom ADAC Campingführer, war schon ganz praktisch das Buch). Bloss war ein Auffinden des Zeltplatzes doch leichter als gedacht, die Beschilderung war hier in Belfort nicht so gut gelungen. Der Tank war in der Zwischenzeit auch kurz vor dem Ende und somit musste erstmal an einer großen Supermarktkette getankt werden, der Sprit ist hier meistens billiger, als an den regulären Tankstellen. Ein zweiter Versuch wurde gestartet und gegen 19 Uhr war es dann endlich soweit, der Zeltplatz wurde gefunden.

Es regnete die Nacht über mal wieder aus Eimern, das Wetter war ziemlich wechselhaft. Ein Glück schien dann doch die Sonne und das Zelt konnte vernünftig trocknen. Gegen 11:15 Uhr konnte dann abgefahren werden. Nach einem einstündigen Aufenthalt in Strasbourg fuhren wir weiter Richtung Grenze und machten noch einen Zwischenstopp bei Quick (eine weitere Fastfoodkette, wann die wohl bei uns in Deutschland eine Filiale aufmachen ?). Wir fuhren am 21.08 aber nicht direkt nach Nürnberg, sondern machten einen Zwischenstop bei meinen Eltern und fuhren am darauffolgenden Tag weiter.

Abschliessend kann ich zu diesem dritten Frankreichurlaub sagen, das es mir wieder mal super gefallen hat. Nagut wenn man die Landessprache nicht beherrscht ist man ziemlich aufgeschmissen, aber das stellte kein Problem da. Mein Mitfahrer Stephan konnte durch sein Schulfranzösisch doch so gut wie alles klären, auch die Ansage des Polizisten, das öffentliches Trinken von Alkohol nicht erlaubt ist, (passierte in Argeles) verstand er und beeilte sich die 0,33 Weißweinflasche zu leeren.